Instrumentenaufbereitung 10 Jahre MPAV

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Die unsichtbaren Helfer des OPs

Seit zehn Jahren stellt das Team der MPAV in Vorarlberg sicher, dass für Operationen benötigte Skalpelle, Scheren & Co. steril sind und einwandfrei funktionieren. Das entlastet Krankenhäuser. Ein Einblick in die Welt der Instrumentenaufbereitung.

Ohne Elke Hofer und ihre Kollegen würde in den Operationssälen einiger Krankenhäuser im Westen Österreichs nichts gehen.  Die Mitarbeiter der Medizinprodukteaufbereitung Vorarlberg GmbH (MPAV) sorgen dafür, dass die chirurgischen Instrumente für die Operateure bereit stehen -  gereinigt, gepflegt, in Sieben geordnet, sterilisiert und in Sterilcontainer verpackt. Eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Elke Hofer kennt jeden Handgriff, jeden Ablauf. Die Technische Sterilisationsassistentin ist bereits seit 24 Jahren im Bereich der Instrumentenaufbereitung tätig, seit der Gründung vor zehn Jahren bei der MPAV. Das Unternehmen, ein Private Public Partnership, ist mit der Aufbereitung wiederverwendbarer Medizinprodukte der Landeskrankenhäuser Feldkirch, Bregenz, Bludenz, Hohenems, Rankweil, sowie verschiedener Krankenpflegevereine in Vorarlberg beauftragt.

Von den verschiedenen Aufgaben in der Medizinprodukteaufbereitung ist Elke Hofer das Bestücken der Siebe am liebsten. „Das ist am abwechslungsreichsten“, sagt sie. Im EDV-System ist genau hinterlegt, welches Instrumentarium in welches Sieb gehört. Für unterschiedliche Operationen werden unterschiedliche Instrumente benötigt, d.h. Siebe für einen Eingriff am Knie werden ganz anders bestückt als für eine Augen-OP. Zudem haben die verschiedenen Krankenhäuser eigene Anforderungen Alles wird genau dokumentiert. Elke Hofer prüft nicht nur, ob der Inhalt eines Siebs vollständig ist, sie nimmt jedes Instrument einzeln gewissenhaft unter die Lupe und lässt ihm die notwendige Pflege zukommen, d.h. sie ölt es oder tauscht es aus, wenn es reparaturbedürftig ist. Schließlich muss jedes Schräubchen zuverlässig an seinem Platz sein. Sie kennt so ziemlich jedes Instrument, das ein Operateur jemals verwendet hat. Rund 400.000 Instrumente nimmt sie beim Bestücken der Siebe pro Jahr in die Hand. Wie viele verschiedene? „Das weiß ich nicht“, sagt sie, „aber stellen Sie sich eine sehr große Werkstatt vor, nehmen Sie die Werkzeuge mal zehn und sie haben immer noch nicht alle“. Die Palette reicht von großen Werkzeugen wie Bohrern bis hin zu kleinsten Häkchen.

Elke Hofer und das Team von der MPAV haben nicht nur Verantwortung dafür, dass alle Instrumente für eine Operation zur Verfügung stehen und einwandfrei funktionieren, sondern auch für den Erhalt des wertvollen Besitzes der Krankenhäuser. Für ein hochwertiges chirurgisches Instrumentarium sind nicht selten Investitionen von mehreren Millionen Euro notwendig. Je besser es gepflegt wird, desto länger hält es.

„Mit unserer Dienstleistung entlasten wir die Krankenhäuser“, sagt MPAV-Geschäftsführer Stefan Kornmayer. Und das MPAV-Team arbeitet stets daran, die Abläufe für die Krankenhäuser noch effizienter zu gestalten. Inzwischen übernehmen sie die komplette Organisation des Instrumenten- und Reparaturmanagements. Auf diese Weise stellt das Team sicher, dass das für die Operationen notwendige Instrumentarium ohne Zeitverzögerung wieder vollständig bereitsteht. Zur Optimierung der eigenen Prozesse im Bereich der Nachlegereserve und Lagerhaltung hat MPAV im Geschäftsjahr 2016 das durch instacount®PLUS unterstütze Kanban-System eingeführt.

Was ihm an seiner Arbeit besonders gefällt? „Dass wir für die Gesundheit von Menschen arbeiten“, sagt er.   

Über die MPAV

Die Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft m.b.H. (KHBG) gründete gemeinsam mit der SteriLog Instrumentenmanagement GmbH (SteriLog) ein neues Unternehmen mit Sitz in Rankweil, die Medizinprodukteaufbereitung Vorarlberg GmbH, kurz MPAV. Die Unternehmensgründung wurde im Rahmen eines Public-Private-Partnership (PPP) vollzogen -  eine Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand (KHBG) und der Privatwirtschaft (SteriLog Instrumentenmanagement GmbH) unter gegenseitiger Nutzung der Ressourcen. Beide Partner bringen ihre Stärken ein, um die medizinische Versorgung der Vorarlberger Bevölkerung sicherzustellen. Zurzeit sind 45 Mitarbeiter bei der MPAV beschäftigt. Am 6. Mai 2017 feierte die MPAV ihr zehnjähriges Bestehen.

Weitere Informationen

Beschreibung Dokument Link
MPAV-Website
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Informationen zu Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von Medizinprodukten
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Sterilog-Website
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