Infusionstherapie Volumenersatz

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Flüssigkeits- und Volumenersatztherapie

Bei der Flüssigkeits- und Volumenersatztherapie wird mittels entsprechender Infusionslösungen das intravasale und/oder extrazelluläre Flüssigkeitsvolumen therapiert. Insbesondere der akute Verlust von intravasalen Flüssigkeiten (Blutvolumen) kann zu lebensbedrohlichen Situationen führen.

Bei drohendem oder existierendem Flüssigkeitsmangel infolge kutaner, enteraler oder renaler Verluste können sogenannte kristalloide Infusionslösungen verwendet werden, um einen extrazellulären Flüssigkeitsmangel auszugleichen.

Bei akutem Volumenmangel, wie z.B. Blutverlust, können neben den kristalloiden Infusionslösungen auch kolloidale Infusionslösungen verwendet werden, wenn die kristalloiden Infusionslösungen alleine nicht ausreichend sind, um den entsprechenden Verlust an intravasalem Volumen zu ersetzen.

Bedarfserfassung

Welche Infusionslösung ein Patient zur Flüssigkeits- und/oder Volumenersatztherapie erhalten sollte, hängt von der Diagnose und Entscheidung des behandelnden Arztes ab.

Zugang

Die Art des venösen Zugangs ist abhängig von der Indikation und dem zu versorgenden Patienten, aber auch von der Situation: Müssen bei einem Unfallgeschehen große Mengen möglichst rasch appliziert werden, gewährleistet ein Venenverweilkatheter mit großem Innendurchmesser hohe Flussraten. In Notfallsituationen im OP werden auch bereits vorhandene zentralvenöse Zugänge genutzt, mit denen jedoch nicht die Flussraten von großvolumigen peripheren Zugängen erreicht werden können. Für die Druckinfusion mit Manschetten muss der Infusionslösungsbehälter kollabierbar und frei von Luft sein, um eine Luftembolie zu verhindern. Intraossäre Zugänge können lebensrettend sein, vor allem bei instabilen Patienten und schwierigen Gefäßverhältnissen, besonders bei Kindern.  

Zubereitung

Die Infusionslösungen zur Flüssigkeits- und Volumenersatztherapie liegen auch als gebrauchsfertige Infusionen in Kunststoffbehältern vor, wie z.B. dem Ecoflac® plus oder Ecobag®. Das Entfernen der Abdeckfolie vom Ecoflac® plus, die Einführung des Dorns des Infusionsbestecks und die Entlüftung des Infusionsbestecks sind die wichtigsten Schritte zur Infusionsvorbereitung. Bei Bedarf kann eine Infusionslösung vor dem Einsatz z.B. aufgewärmt oder abgekühlt werden, wenn dies therapeutisch notwendig ist.

Applikation

Infusionslösungen zur Flüssigkeits- und/oder Volumenersatztherapie können entweder mittels einer Infusionspumpe, mit Schwerkraft oder als Druckinfusion appliziert werden.